Hallo zusammen,
wie versprochen gibt es jetzt erst mal den Bericht von der gestrigen Weltmeisterschaft.
Nach den Kommentaren und verschiedenen RĂŒckmeldungen haben viele von euch den gestrigen Tag live mit verfolgt, was wir total super finden 🙂

Also wie war das doch gleich?
Gestern 3:00 startete das Gewusel im Haus. FrĂŒhstĂŒcken bzw. Brote schmieren fĂŒr den Tag, letzte Sachen zusammen sammeln, Patze möglichst wenig ansprechen.
Wir wollten eigentlich 4:00 im Auto sitzen und zum Shuttle fahren. Wir saßen dann 4:30 im Auto … aber das hat auch ganz gut gepasst. Denn kurz nachdem wir auf dem Parkplatz fĂŒr den Shuttle angekommen sind, war auch der erste Bus da. Wir mussten also nicht ewig dort noch warten.
Patze war schon sichtlich angespannt und stieg dann zusammen mit Fabi in den Bus. Fabi konnte ihn somit noch etwas lÀnger begleiten und Beistand leisten.

Niklas, Tobi und Steffi sind dann erst mal fix zusammen wieder zum Haus … Tobi hatte seinen Hut vergessen und das wĂ€re bei der Sonne und Hitze nicht gut gewesen!
Aber es lag sowieso auf unserem Weg. Der Plan war, dass wir nĂ€her am WettkampfgelĂ€nde parken. Nach dem Wettkampf musste man ja das Fahrrad wieder mit nach Hause nehmen und damit wollten wir dann nicht noch durch die halbe Stadt. Da Teile der Strecke aber durch den Ort fĂŒhrten, waren viele Straßen schon gesperrt.
Tobi hatte dann einen Baumarktparkplatz als „Geheimtipp“ in der NĂ€he gefunden. Dieser war auch schon offen und gar nicht so geheim, denn dort parkten mit uns dann auch schon viele andere. 🙂
In einem Fan-Strom sind wir den Berg runter ins Dorf und zum Meer gelaufen. Es war mittlerweile etwa 5:30 (Sonnenaufgang ist ab 6:00) und schon gut viel los. Die besten PlÀtze war alle schon belegt.
 

Nachdem wir Fabi wieder eingesammelt haben, sind wir etwas weiter hinter ein Restaurant gelaufen, wo wir zwar etwas weiter weg von der Strecke waren, aber dafĂŒr einen tollen Blick auf den Schwimmstart hatten.
Auch da waren natĂŒrlich schon alle PlĂ€tze direkt am Wasser voll … aber das hindert uns ja nicht einen guten Platz zu finden.

Hier haben wir den Sonnenaufgang genossen und auf den Start gewartet.


Und dann ging es los … der Kanonenschuss startete das Rennen.

Und wir ahnten ja, dass der Schwimmstart besonders bei den Amateur-MĂ€nnern ein wilder Haufen wird (Piranha-Becken) einfach schon auf Grund der hohen Anzahl ein Startern … aber wir hĂ€tten nicht gedacht, dass es wirklich so viele sind und das diese große Gruppen auch so lange zusammen bleibt.

Nachdem die Masse an den Palmen vorbei war, haben wir uns auf den Weg zur Radstrecke gemacht. Auf dem Weg haben wir noch beobachten können, wie die ersten Profi-MÀnner aus dem Wasser, in die Wechselzone und dann auf dem Fahrrad raus gekommen sind.
Die Radstrecke fĂŒhrte erst mal durch Kona und anschließend raus auf den Highway. In Kona gab es eine Kreuzung / Stelle, an welche die Athleten in kurzer Zeit 2x an uns vorbei mussten.
Da haben wir uns hin gekĂ€mpf. Die ganze Strecke war schon gut voll mit Leuten und der Weg durch die Absperrungen sehr eng. Und dann fing das stĂ€ndig „auf’s Handy gucken an“. Wo bleibt Patze? Wie gut ist er aus dem Wasser gekommen? Wie lange war er in der Wechselzone? Wie schnell ist er gerade unterwegs? Gut dass es diese Tracker gibt ;P Und dann kam er und ist 2x so schnell an uns vorbei gezogen, dass die Fotos nicht vorzeigbar sind ^^

Was ich ziemlich schlimm fand, waren die Leute, welche stĂ€ndig versucht haben, die Straßenseite zu wechseln.
Es standen schon extra Personen da, die versucht haben den „Publikumsverkehr“ zu regeln, aber das war manchmal echt verdammt knapp und rĂŒcksichtslos den Sportlern gegenĂŒber.
 

Nachdem Patze an uns vorbei und in Richtung Hawi unterwegs war, sind wir zurĂŒck in den Ort ans Wasser, wo wir den Schwimmstart beochachtet hatten. Dort haben wir uns etwas in den Schatten gelegt und geruht. Um uns herum saßen noch einige andere Support-Crews. Immer wieder ging der Blick zum Handy „wo ist er“, „wie schnell ist er unterwegs“. PĂŒnktlich zum Wechsel der Profis waren wir wieder vor der Wechselzone. Ganz besonders Niklas hat hier auch immer mit gefiebert, wie es denn gerade bei den Profis aussieht und wer dort aktuell vorn ist. Nach den Profis hatten wir etwas mehr als 1h Zeit bis Patze vom Highway zurĂŒck kam. Wir haben uns was zu essen und vor allem Schatten gesucht, denn mittlerweile brannte die Sonne schon ziemlich stark und lange. Nebenbei wurden im Restaurant die Handys geladen, damit wir irgendwie ĂŒber den Tag kommen 🙂 Anschließend ging es sofort wieder Richtung Wechselzone, wo Patze Fahrrad gegen Laufschuhe getauscht hat.

Die Fragen wĂ€rend des Essens gingen stĂ€ndig darum „wie geht es ihm“, „geht es ihm gut“, „wie gut kommt er vorran“, „wie ist seine Stimmung“. Daher waren wir besonders gespannt, wie er sich zeigt, wenn er aus der Wechselzone wieder raus kommt und Erleichterung machte sich breit, als er sich so prĂ€sentierte:
 

Und ab dann galt es mal noch eben den Marathon zu absolvieren.
Wir parkten uns in der Zeit noch mal in eine Schattenzone nahe der Ziellinie und tankten etwas Wasser.
 
Steffi und Tobi machten sich dann schon etwas eher los und suchten sich einen Platz. Einige haben es vielleicht auch im Fernsehen sehen können … wir standen direkt hinter dem Ziel … es war total super und elendig warm. Es gab nur Sonne, kaum Wind … wie muss Patze sich dabei wohl gefĂŒhlt haben.
Und dann kamen die Profis ins Ziel … die Stimmung war großartig.
 
Direkt nach dem Zieleinlauf hat Patrick Lange seiner Freundin einen Heiratsantrag gemacht und sie war total aufgelöst. Das mĂŒsst ihr erst mal toppen, MĂ€nner!
 

Spannend und zugleich erschreckend war auch, wie unterschiedlich die Leute ins Ziel kamen … einige waren so euphorisch, die konnten noch einige Schritte laufen … andere sind vor, in oder direkt nach der Ziellinie zusammen gebrochen. Dies konnten wir dann auch noch den ganzen Abend ĂŒber beobachten … wĂ€hrend einige Sportler danach weiter gemacht haben als wĂ€re nichts gewesen, brauchten andere Sportler medizine Betreuung. Da mag man jetzt von halten, was man will.

Ganz großer Jubel ging durch die Reihe, als der erste Rollstuhlfahrer ins Ziel kam.

Und weiter ging der Blick immer wieder auf das Handy mit den Fragen „wo ist Patze“, „wie gut ist er unterwegs“, „wann kommt er ins Ziel“, „geht es ihm gut“, „wie ist seine Stimmung“.

Tobi, Niklas und Fabi haben geschaut, wo auf der Laufstrecke sie ihn noch mal sehen können und sind noch mal ein StĂŒck hoch gelaufen zur Strecke.
 

Dann kamen sie zurĂŒck mit den Worten „er braucht noch 15min“ … ich stand schon am Ziel mit dem Handy in der Hand. Schaute etwas verwirrt, weil die Prognose anders aussah und nahm das Handy runter … und kurz darauf lief er ins Ziel ein. Wir haben somit leider keine Bilder oder Videos davon. Das haben wir nur den Profis ĂŒberlassen mĂŒssen.
Aber wir haben nach 10h und 50min den Zieleinlauf gesehen und lautstark unsere Erleichtung und Freude kundgetan 🙂

Patze hat seine Kette bekommen, gelĂ€chelt und wurden dann mit einem Handtuch in den Ruhebereich begleitet, in welchem die Athleten sich erst mal wieder allein sammeln können. Dort stehen GetrĂ€nke, Verpflegung und medizinischen Personal zur VerfĂŒgung fĂŒr die erste Nachsorge.

Bei uns wurde es dann noch etwas hecktischer, denn irgendwie haben wir die Zeit nach dem Rennen vorher nicht richtig abgesprochen. Kommt er zwischendurch mal raus und sagt uns wie lange er ggf. in dem Ruhebereich benötigt? Wo an den 3 AusgÀngen kommt er raus? Wer holt dann ab 19:00 das Farrad ab?
Wir haben uns dann auf alle 3 AusgĂ€nge verteilt und gewartet 🙂
Kurz nach 19:00 taucht er bei Niklas auf und wir haben alle zusammen gesammelt.
Tobi und Steffi sind schon mal mit einem Teil der Sachen den Berg hoch gelaufen und haben das Auto geholt.
Wir mussten erst mal schauen, wie dicht wir denn nun an die Strecke ran kommen, denn es waren ja immer noch Athleten unterwegs.
Aber auch da waren die Helfer und Polizisten sehr sehr freundlich und hilfreich. Im Notfall, wenn Patze gar nicht mehr gekonnt hĂ€tte, hĂ€tten wir auch in den gesperrten Bereich rein fahren und ihn abholen können. Zum GlĂŒck war das nicht nötig. Fabi und Niklas haben das Fahrrad und Patze bis zum Auto begleitet, welches wir etwas niedriger und nĂ€her parken konnten und dann ging es erst mal nach Hause.

Dort waren wir alle ziemlich platt von dem langen und warmen Tag. Wer konnte hat noch etwas gegessen und getrunken … sonst hieß es nur noch duschen und ins Bett.

Nur Niklas hat sich dann noch mal fertig gemacht und ist runter gefahren. Er hat die letzten LĂ€ufer noch angefeuert und die Athleten bis zum Schluss um 0:30 mit lauten Rufen und Jubeln ins Ziel begleitet.

… und heute?
Ist Ruhe angesagt. Patze erholt sich von seinen Strapazen und genießt die Ruhe.

Niklas ist gerade auf dem Weg zum Flughafen.

Und wir 4 gehen heute Abend noch zum Bankett mit Siegerehrung.

Das soll es auch fĂŒr heute gewesen sein. Wir melden uns morgen wieder 🙂

3 Kommentare zu „Hawaii: Supporttagebuch Tag 11

  1. Rautheim freut sich ĂŒber Patricks persönlichen Iron-Man Sieg auf Hawaii …Respekt…jetzt noch mal ein Lob an die Verfasserin des Support Tagebuchs toll geschrieben man hatte das GefĂŒhl dabei zu sein …Schade eigentlich das es vorbei ist …war eine spannende Zeit ..Dem restlichen Team auf Hawaii noch erholsame Tage…lg Sabine Dill

  2. Wir hoffen ihr hattet alle einen spannenden Tag – und an Patze: Was fĂŒr eine Leistung! Wir ziehen den virtuellen Hut. Ich ( Steff‘s Mum) habe den gesamten Wettkampf der Pro‘s verfolgt – und die sporteln Tag tĂ€glich viele Stunden – und du gehst mal so nebenbei auch noch arbeiten . Sei Stolz auf Dich, denn das Ding zu rocken erfordert disziplin und WillensstĂ€rke.
    Viele GrĂŒĂŸe an Alle aus Falkensee und schön dass wir dabei sein durften. Danke auch an die Schreiber- und Fotolinge.
    Bis bald in BS

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